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Wednesday, April 1st, 2009Dossier der ZEIT 26. März 2009, Ausgabe 14, Interview mit dem Klimaexperten Hans Joachim Schellnhuber zum Status Quo
Dossier der ZEIT 26. März 2009, Ausgabe 14, Interview mit dem Klimaexperten Hans Joachim Schellnhuber zum Status Quo
Endlich darf ich einmal wieder Posaune spielen und gute Nachrichten in die Welt verteilen, denn: Wir werden ab August zu dritt sein! Nicht das ich die letzten Monate ein großes Geheimnis daraus gemacht hätte, es wäre mir auch ziemlich schwer gefallen. Allein die Reise nach Deutschland entwickelte sich so eher zu einem Kuraufenthalt in Bad Schwalbach, mit viel benötigter Pflege (gutes Essen, Spaziergänge und Gespräche) durch Heios Eltern. Um es mal direkt auszusprechen: Die ersten drei Monate waren ziemlich durchwachsen, Mutterglück hin oder her. Große Glücksgefühle, aber ebenso viele Zwiegespräche mit Sanitäranlagen weltweit. Letzteres wünsche ich keinem. Aber nun, wer weiß, ob es der Wind des Frühlings ist den ich heute zum ersten Mal trotz Kälte vernehme, oder sachlicher betrachtet, die Tatsache, dass ich mitten im vierten Monat angelangt bin, geht es mir besser und besser, die Kräfte nehmen wieder zu. Welch Geschenk! Das Projekt B (Bohne) wölbt nun auch endlich den Bauch Richtung Sonne, ich bin zuversichtlich das ich Ende dieses Monats fast keine meiner bisherigen Klamotten mehr anziehen können werde. Und unsere Freude, die ist riesig! Neugierig sehen wir alle vier Wochen den Terminen im Krankenhaus entgegen, jedes Mal erkennt man mehr oder weniger auf dem Ultraschallbild, ganz wie man will. Weniger, weil das Baby wächst und zunehmend Platz einnimmt, und mehr, weil plötzlich kleine Arme und Beine sichtbar werden. Auch die Phase Namensfindung scheint bereits abgeschlossen, und das, obwohl noch keine Aussage zum Geschlecht getroffen werden kann! Das kleine Etwas, die Frage habe ich oft gehört, soll hier das Licht der Welt erblicken, in Shanghai, und nein, es wird deshalb kein Chinese. Zwei deutsche Eltern, es würde schwierig, bei aller Liebe zum Land. Die Bedingungen vor Ort sind super. Ich habe keine Bedenken, wir werden in einem luxuriösen Krankenhaus behandelt und es fehlt uns an nichts. Nur die vielen Dinge die wir brauchen: Kinderwagen, Autositz usw. in guter Qualität und nicht zu einem Vermögen vor Ort zu finden, das ist allerdings eine Herausforderung. Ansonsten plätschert das Leben ruhig vor sich hin. Ich starte meine erste Fotoarbeit in diesem Jahr, für mein Portfolio. Ich werde in einem Testlauf “Organic Gardening” fotografieren, ein Projekt der NGO in der ich letztes Jahr gearbeitet hatte. Kinder legen in der Schule unter Anleitung von Freiwilligen Gärten an, um ein Gefühl zu bekommen, dass Ihre Zuwendung notwendig ist, damit sich die Pflanzen hübsch entwickeln. Oder um in anderen Dimensionen zu sprechen: Sie sollen lernen, dass wir alle gegenüber unserer Umwelt Verantwortung tragen. Viele von ihnen haben noch nie Salat wachsen sehen, das ist auch in Deutschland keine Seltenheit, doch in einer derart großen Stadt ist der Kontakt zur Natur noch geringer. Wir freuen uns langsam auf unseren nächsten Besuch aus Deutschland. Ende März kommen Heios Eltern, zum zweiten Mal. Anfang April werden wir gemeinsam unsere große Südchina-Reise antreten, das wird ein Abenteuer! Wir umarmen Euch, quer über diesen Planeten. Alles Liebe, Viola und Heio
Ich habe schon einmal eine E-Mail mit dem Titel “Angekommen” geschrieben. Letztes Jahr, da waren wir gerade gelandet und bewegt von den vielen Erlebnissen, all dem Neuen um uns herum. Heute schreibe ich Angekommen und meine etwas anderes. Unser zweites Jahr ist nun beinahe vollendet. Und jetzt hat sich dieses Gefühl von hier sein gefestigt: Wir sind angekommen. Neulich abends, als wir mit zwei Freunden essen waren, entgegen unserer Gewohnheit chinesisch essen waren, ertappten wir uns dabei: Wir waren einfach so glücklich und regelrecht beschwippst von der Freude, dass wir es geschafft haben unseren Traum zu leben. Wir zwei im Ausland, und dazu es geht uns ganz wunderbar. Wir haben Freunde gefunden, lieben die Umgebung in der wir leben, unsere quirrlige Stadt, dieses nie enden wollende Durcheinander, unser Ausbrechen in andere fremde Länder in der Nähe, und dennoch immer noch mitten in Asien, unserem Zuhause.
Ihr hört es, ich schwelge. Ja, und es ist der geeignete Moment dafür. Ich blicke auf dieses beinahe abgeschlossene Jahr zurück und freue mich. Über unsere Entscheidungen. Die großen und die kleinen. Was ist nicht alles passiert. Ich schäme mich fast schon wieder nur von Superlativen zu sprechen, vielleicht haftet mir ja inzwischen etwas chinesisches an, sie rücken auch am liebsten die positiven Seiten ihres Landes ins Licht. Das Wetter jedenfalls, um beim Allgemeinsten zu beginnen, hat einige Kapriolen geschlagen. Ich erinnere an die Schneekatastrophe die während wir im Warmen in Shanghai saßen über Sichuan und andere Teile des Landes hereinbrach. Gefolgt von einem Erdbeben, das verherrende Folgen hatte. Oder der Überschwemmung, die auch unsere Wohnung in Mitleidenschaft gezogen hatte. Übrigens wird während wir auf Bali sein werden der Fussboden abgeschliffen werden. Wir werden deshalb gegen Ende der Woche zum zweiten Mal in zwei Jahren den gesamten Wohnungsinhalt in Kartons verpacken. Wie auch immer, dass Wetter drückt ein bisschen meine Gefühlswelt dieses Jahr aus. Das ganz große Kino! Heios Antrag als wir in Saigon waren. Unsere Heirat sechs Monate später, in Eurer Mitte. Das Jahr der Überraschungen, hatten wir es getauft. Ich würde sagen wir hatten eine gute Vorahnung. Ohne im ersten Moment zu wissen, welche Überraschungen auf uns zukommen würden. Und nächstes Jahr, das ist meine persönliche Prognose, folgt das Jahr des Glücks, ich bin mir sicher!
Unsere Urlaube 2008 waren einzigartig wie wunderbar. Vietnam und kleine Teile Kambodschas (dafür einen umso historisch wichtigeren, Angkor Wat) haben wir mit dem Rucksack bereist, zwei Mal waren wir in Deutschland, einmal zur Vorbereitung, einmal zum heiraten, dann auf der verträumten Vulkaninsel auf Hawaii, Maui und zuletzt, diesen Samstag, werden wir nach Bali reisen. Wow. Wir werden das Revue passieren lassen, zu zweit, vielleicht am 24., mit einem Bier, wir zwei, die Wochenendurlauber. Um uns zu entspannen, daran hat sich nicht viel geändert, geniessen wir es immer wieder einmal das Land zu verlassen und die Natur zu (be)suchen.
Unsere Hochzeit war mit Abstand der Höhepunkt des Jahres. Was für ein Tag! Und was für eine Vorarbeit, sechs Monate auf zwei Tage hinarbeiten, das hat viel Spaß gemacht. Gemeinsam mit Euch! An diesem Tag habt Ihr es Überraschungen regnen lassen! Wir denken häufig an diese einmaligen Augenblicke zurück, und feiern sie auch so oft uns danach ist, diesen Tag im Juni, zuletzt unser halbjähriges im Dezember. Schwer zu glauben, dass schon sechs Monate vergangen sind.
Heio hat dieses Jahr die vermehrte Routine seiner Arbeit genossen. Was nicht hiess, dass nichts Außerordentliches passierte. Gespannt richten wir unseren Blick auf das nächste Jahr. Unser drittes. Und sehr wahrscheinlich nicht unser letztes. Wir sind bereit für …? Angekommen heisst auch bleiben. Wir können uns gut vorstellen weitere Jahre in diesem Land zu verbringen, genaugenommen in Shanghai. Sehnsucht nach Deutschland entsteht natürlich hin- und wieder mal, doch nicht nach dem Land, sondern nach seinen Menschen, denen die uns nahe stehen. Immer wieder heisst, temporär. Und natürlich jubeln wir über die zwei Wochen im Januar die wir haben, in denen wir intensiv in die Deutsche Welt eintauchen werden. Aber langfristig? Da schlägt das Herz hier, vor Ort. Ich habe mich beobachtet. Meine Chinesischkenntnisse sind fest verwachsen. Ich nehme seit drei Monaten keinen Unterricht mehr, ich hatte zuletzt nur noch manchmal Privatstunden. Und dennoch lebt die Sprache mit mir, jeden Tag. Ich greife neue Wörter auf, erklärt von Taxifahrern, Freunden oder sonstigen Fremden, und es läuft. Nächstes Jahr plane ich einen weiteren Intensivkurs an der Uni, die Zeichen aufleben lassen bis sie in ihrer Vielzahl wieder vor meinen Augen tanzen. Besonders war für mich auch der Ausflug in die Non-Government-Organisation Roots & Shoots. In den vier Monaten habe ich einiges auf den Weg gebracht. Nur in der Zukunft sah ich mich nicht dort … ich wollte …. raus! So war es für mich auch ein Jahr des sich ausprobierens. Und nun, nach meiner überraschenden Foto-Ausstellung im November steht ein neuer Stern am Himmel, die Fotografie. Im Januar habe ich in Deutschland einen Termin zur Mappenberatung bei einer ehemaligen Chefredakteurin verschiedener Fotozeitschriften und morgen eventuell meinen ersten richtigen Auftrag. Ich will nicht zuviel verraten, aber auch in beruflicher Hinsicht ahne ich, dass es ein glückliches Jahr 2009 wird.
Mit Heios Mitarbeitern haben wir ein Wochenende in Wuyishan verbracht, Ihr habt es im Blog verfolgen können. Ich habe gespürt, wie sehr sie ihn in ihr Herz geschlossen haben, wie gut sie als Team zusammenhalten, das war toll zu sehen. Wann verbringt man schon einmal drei Tage gemeinsam? Es war sehr harmonisch, und die Harmonie, zumindest vom traditionellen Gesichtspunkt aus betrachtet, darf in China nicht fehlen. Dann war da noch der zweite German Ball. Er hat dieses arbeitssame Jahr feierlich abgerundet, und wie ich sagte, zwischen all den Austern, Chamagner und anderen Luxusgütern war zumindest hier von Wirtschaftskrise wenig zu spüren; wir verfolgen den Ansatz von Keynes! Die kleine Weihnachtsfeier vergangenen Samstag bei unseren Freunden Alice & Stephan dagegen war unser ganz privates i-Tüpfelchen.
So, dass war unser Jahr im Schnelldurchlauf, geschrieben ohne Punkt und Komma und in bekannter emotionaler Manier. Es so schön an dieser Stelle unsere Freude mit Euch teilen zu können! Und wenn das was wir hier machen und erleben kein Grund dazu ist sich zu freuen, was dann!! Wir wünschen Euch nun wunderbare Weihnachten und einen guten Rutsch! Viele von Euch werden wir nächstes Jahr sehen, im Januar. Wir können es kaum erwarten! Und übrigens: Nächstes Jahr ab Mai bis Juli sind auch wieder “Termine frei”, Ihr dürft uns immer noch besuchen! Viele Küsse, Eure Vio & Heio
They’re working and working and working. In the morning, at noon, in the evening. This photo is one low light shoot, made in the early evening. Again: Our house is a whole construction side. If I’m at home and it’s cold, I care for some of the workers and give them hot tea. I guess they love me for that. Anyway, they became already part of our everyday life, it’s fun joking around with them.
From Xintiandi you see it almost as a shadow in the back of the picture. The new skyscraper, the Shanghai World Financial Center, in Pudong. It’s the one on the right hand side. With a height of 492 meter it is the third highest building of the world. While Heio got up to the visitors platform, I waited downstairs. No way I would go up there. But the view is breathtaking!