Archive for the ‘Vietnam, Cambodia’ Category

Chronik einer Reise.

Monday, February 25th, 2008

Am 9.02. landen wir, von HongKong aus kommend, in Hanoi, Vietnam. Kleine Komplikationen mit dem Visum, aber das gehört für uns bei einer Reise mittlerweile fast zum guten Ton. Nach dreistündigem Aufenthalt im Flughafen, verlassen wir mit einem Visum in der Hand denselbigen und zahlen für eine Fahrt ins Zentrum in Dollar. Eine Übernachtung in einem Minihostal in einer Seitengasse des wunderschönen Old Quarters. Nachts um 4 Uhr fahren wir zum Flughafen, unser Flug geht um 6 Uhr nach Hué. Hué, bereits in Zentral-Vietnam liegend - besteht wie wir später feststellen sollen eigentlich alle Orte -, aus Motorrädern. Die ganze Stadt ist in Fahrt. Was in China das Springfestival ist, ist in Vietnam das Ted-Festival - gleich Ausnahmezustand. Doppelte Preise, geschlossene Restaurants und Cafés, keine Zugtickets, die Menschen unterwegs. Wir orientieren uns und besichtigen die Zitadelle inmitten einer großen Festungsanlage. Ich esse die beste vietnamesische Nudelsuppe! Wir erhalten die offenbar letzten Bustickets, zuerst hieß es Full-Ticket, heisst: der Bus ist full, aber nein, wir hatten doch noch Glück und fahren am Morgen nach einer Übernachtung weiter in den Süden nach Hoi-An. Das Klima ändert sich, es wird wärmer. Hoi-An, Weltkulturerbe, hat wunderschöne kleine Straßen, knatternde Motorräder fahren hier wie überall, Lampignons wiegen sich im Wind, es duftet nach Kräutern. Chinesische Zeichen an Häusern und Einfluss im Bau sind zu sehen. Wir tun das was alle in Hoi-An tun: essen! Das vietnameische Essen ist so gut und hier am besten. Wir bleiben eineinhalb Tage und fahren am 12.02. mit einem Nachtbus zwölf Stunden nach Nha Trang. Bei unserer Ankunft morgens um halbsechs sind wir um Jahre gealtert. Die Straßen nachts waren mit Schlaglöchern gepflastert, die Faust des Kamikaze Busfahrers war auf der Hupe festgewachsen. Zwischenstops für Unbekannte, auf dem Mittelgang lag man, die Klimaanlage ohne zu öffnene Fenster öfter mal abgeschaltet. Kurz vor der Erstickung kamen aus den hinteren Reihen Beschwerden, der Unterhalter neben dem Fahrer war so gnädig und es um uns doch nicht geschehen. Nha Trang ist grau und betoniert, schenkt uns aber einen Sonnenaufgang am leeren Strand. Wir versuchen ein Busticket zu kaufen, um nach Mui Ne Beach zu fahren, was dazu führt, dass wir mit schweren Rucksäcken durch die halbe Stadt laufen. Umsonst. Eine Taxifahrt mit ernsten Verständigungsproblemen bringt uns zum falschen Busbahnhof auf der anderen Seite der Stadt; nach wildem gestikulieren fahren wir letztlich doch noch in die richtige Richtung. Es folgt ein Streit um den Preis mit dem Fahrer, wer hat Schuld, der der nicht versteht oder der, der sich nicht verständlich machen kann? Wir sollen das nachher noch häufiger wiederholen. Da es keine Verbindung nach Mui Ne gibt disponieren wir um und fahren mit einem lokalen Bus nach Dalat ins Hochgebirge. Allen außer Heio und mir wird schlecht, die vorsorglich ausgeteilten Tüten waren nach fünf Stunden zumeist randvoll. Insgesamt siebzehn Stunden Busfahrt später sind wir geschafft, aber angekommen. Es ist das erste Mal warm. Die Sonne scheint, die Berge sind grün und die Sicht klar wie nie. Wir übernachten im Peace Hotel und ich lerne den ersten chinesisch sprechenden Vietnamesen kennen. Er zeigt mir: Sein Haus, sein Laden, sein Restaurant. Eine Nacht später, am 14.02. fahren wir in einem Minibus und einer Hand voll junger Vietnamesen nach Mui Ne Beach. Strand! Wir landen ungeahnt in einem Paradis für Kitesurfer. Die wenigsten sind aus einem anderen Grund hier. Heio will sich am liebsten sofort an einen dieser Drachen hängen, aber der Lehrer rät bei nur drei Tagen Aufenhalt ab. Also Strandleben. Wir haben ein tolles französisch-vietnamesisches Resort gefunden, mit Blick auf das Meer. Überhaupt bekommen wir überall Baguette und Marmelade, hier aus Guaven und Papaya und guten Kaffee. Typisch: Man stellt einen kleinen blechernen Behälter auf die Tasse, der Kaffee tropft durch ein Sieb runter. Wir lesen und essen und sprechen viel, die Sonne tut unheimlich gut, im Hintergrund immer Wind und Drachen. Drei Nächte bleiben wir und fahren am 17.02. nach Saigon (Ho Chi Minh City). Bepackt tauchen wir ein in eine laute stickige Großstadt. Die Hostals die wir sehen schrecken uns ab. Kein Fenster, überteuert, verklebte Wände oder ausgebucht. Mit langen Gesichtern suchen wir als uns ein Engländer anspricht, er käme gerade aus einem tollen Hostal, besser noch, uns an die Hand nimmt und hinbringt. Später laufen wir durch die Straßen, sehen Notre Dame, die historische Post, essen in einem französischem Café. Kurzerhand kaufen wir zwei Bustickets, um am nächsten Tag nach Vinh Long ins Mekong Delta zu fahren. Mit besser geschlossenen Augen sind wir mit Lichtgeschwindigkeit und umgeben von Millionen anderer Motorräder Richtung Busbahnhof unterwegs, die Fahrer sind wahnsinnig. Ohne schweres Gepäck, dass blieb in Saigon, stellt uns Vinh Long auf die Probe. Niemand spricht Englisch, kein uns geheures Restaurant. Die Küche bleibt kalt, es gibt Obst. Wir entscheiden uns für eine Übernachtung auf An Binh, einer Insel mitten im Delta, bei einer Familie vor Ort, genannt Homestay. Angekommen fahren wir mit Fahrrädern über die Insel, stehen auf Brücken und winken darunter durchfahrenden Booten, bis zum Anschlag beladen mit Reis, Obst, Holz usw. Abends kochen wir mit der Familie unser Abendessen, zusammen mit acht weiteren ausländischen Gästen, aus Kanada, England und natürlich, extra für mich, einem weiteren Hamburger. Am kommenden Morgen, dem 19.02. fahren wir um sieben Uhr mit einem Boot zu einem dieser wunderbaren Floating Markets. Ein Schiff liegt neben dem nächsten, am Mast hängt je nach dem was verkauft wird eine Ananas, Bananen oder Sonstiges. Hier schneint die Zeit stehengeblieben. Wieder kein Mittagessen, unser Bus fährt mittags. Zurück in Saigon essen wir eine riesige Pizza und Salat. Im Dunkeln erkunden wir bei einem Spaziergang noch den Reunification Palace, Museen und Plätze. Bis wir in einem kleinen Restaurant angekommen sind, das gutes vietnamesisches Essen verspricht. Vorm Essen nimmt Heio mit einem Mal meine Hand und fragt mich ob ich ihn heiraten will! Und ob ich will! Grinsend sitzen wir da, der Hunger ist weg, stattdessen trinken wir. Auf uns und die Einmaligkeit dieses Moments … Rufen gleich darauf aufgeregt unsere Trauzeugen an, ob sie zur Verfügung stehen, die mit uns sprachlos und nervös sind. Womöglich ist es schon Anfang Juni soweit? Am nächsten Morgen fliegen wir früh mit einer Propellermaschine nach Siem Reap, Kambodscha, um Zeit zu gewinnen. Zwei Tage sehen wir uns die wunderbaren Tempel an. Angkor Wat, Angkor Thom und Ta Prohm. Letzterer mit tropischen Bäumen, die Mauern überragen und aufrecht halten hat uns ganz gefangen genommen. Neben historischem geistert dieses entscheidene Wort immer wieder durch unsere Köpfe und verwandelt uns in zwei mit Dauerlächeln, was andere auf uns zugehen lässt, die wissen wollen wo wir waren und wohin wir gehen. Wir freuen uns schon so sehr darauf diesen Augenblick mit euch zu teilen!! Am 23.02. fahren wir mit dem Bus nach Phnom Penh. In einer Bar in großartigem Kolonialstil mit Blick auf den Fluss Tonlé Sap essen und trinken wir, stoßen an auf diese unvergessliche Reise. Über HongKong fliegen wir am 23.02. nach Shanghai zurück, finden uns wieder in dem uns bekannten und geliebten Meer aus Hochhäusern und Lichtern. Ich höre erneut Chinesisch und verstehe, kann antworten! Abends um viertel vor zehn Uhr kommen wir Zuhause an, gerade rechtzeitig, um noch ein zwei Bier mehr kaltzustellen, da um zehn Uhr unsere ersten Gäste kommen, mit denen wir in meinen Geburtstag reinfeiern. Jetzt hatten wir gleich einen Grund mehr anzustoßen, was wir ausgekostet haben! Dreissig und verlobt, wer hätte das gedacht?! Wir schicken euch Grüße, zurück in Shanghai. Küsse und danke für die lieben E-Mails zum Geburtstag, eure Viola und Heio

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Thursday, February 21st, 2008

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Ta Prohm, Angkor Thom

Tree detail

Thursday, February 21st, 2008

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Ta Prohm, Angkor Wat

Temple

Thursday, February 21st, 2008

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Ta Prohm, Ankor Thom

Little plant

Thursday, February 21st, 2008

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Ta Prohm, Angkor Thom

Savuth and Prum

Thursday, February 21st, 2008

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Our Moto-Driver, Angkor Thom. Greetings from Shanghai!!!

Baphuon

Thursday, February 21st, 2008

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Angkor Thom

Stone

Thursday, February 21st, 2008

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Bayon, Angkor Thom

The crowd

Wednesday, February 20th, 2008

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Sunset at Phnom Bakheng, Angkor, Cambodia

Leave a footprint

Wednesday, February 20th, 2008

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Causeway, Angkor Wat