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Der 12. Monat

Wednesday, December 12th, 2007

Dreieinhalb Wochen China. Eine lange Zeit. Antje und Ben starteten mit einer kleinen Einführung unsererseits hin zu Orten die wir kennen und lieben. Nach fünf Tagen ging es dann los, auf ihre eigene Entdeckungsreise. Der Zug fuhr sie nach Beijing, wo sie, ausgerüstet mit Stativ und mehreren Kameras die Stadt in Fotos und Film erfassten. Mehr als eine Woche Großstadt hielten sie durch, wohnhaft in einem kleinen Hofhaus inmitten der Hutongs und “mit Fluchtmöglichkeiten zur Mauer”. Sie lernten einen anderen Teil kennen als wir, abseits von Badaling, verwildert und einsam in den Bergen liegend. Von Beijing fuhren sie darauf die Küste hinunter nach Nanjing und ein wenig später Retour nach Shanghai. Dem typisch chinesischen in der Großstadt auf der Spur. Dazu gab es jeden Tag ein kleines neues Fest, es flossen Wein und viele Gedanken. An einem Tag trafen Antje und ich uns an einer Metrostation nahe des Suzhou-Creek, zum spazierengehen und fotografieren. Wie der Zufall es so will, läuft mir dort Xiao über den Weg, ein ehemaliger Mitstudierender, der jetzt ein Praktikum macht. Begegne dir einmal in einer Stadt diesen Ausmaßes plötzlich an einer x-beliebigen Metrostation! Wir quatschten, ich probierte gerade meine erste Süsskartoffel, die Männer vor Feuertonnen stehend grillten. Über die Brücke zog es uns zum Creek-Art Center, welches direkt am Fluss liegt, ringsherum kleine einstöckige Häuser. Überall Wäsche, Menschen, Motorräder, all das nun vertrauter als früher, diese permanente Geschäftigkeit, alle paar Meter neue intensivste Gerüche. Wir essen im Restaurant des Art-Centers und schiessen Fotos, herausgelehnt aus den Fenstern. Weiter geht es vorbei an fliegenden Händlern, neben uns der Fluss, wir gehen stadteinwärts. Mit unbekanntem Ziel. Sich treiben lassend. Zur Belustigung der herumstehenden Männer, ersteigern wir zwei, nennen wir es mal Bildbände mit schönen chinesischen Frauen, Aktfotografie. An einer Brücke geht es plötzlich nicht mehr weiter - die Straße ist gesperrt. Baustelle. Ohne die Brücke passieren zu können ist hier unsere Reise vorbei. Also schlagen wir uns durch ein verlassenes Abrissviertel, hinter dem sich eine große wüstenähnliche Fläche erstreckt. Bauarbeiter glätten den Boden, Bagger reißen mit lautem Getöse alte Häuser ein. Und dann dieser alte Mann. Da steht er, abseits, am Rande des Bildes, wie angewurzelt, gestützt auf seinen Stock, den Blick in die Ferne gerichtet. Hinter ihm werfen die höchsten Gebäude der Stadt Schatten auf den Boden. Antje setzt derweil ihre Portraitserie fort. Bauarbeiter stehen stramm fürs Bild. Ein vorbeieilender junger Chinese passt auch gut, ich vermittle für das Foto. Dabei entstand das Bild vom Bild, aus der Rückenperspektive. Schnitt. Tage danach sitzen wir beim letzten Drink im People 7. Eine weitere, andere Realität. Schlürfen unsere Cocktails. Abschiedsgedanken und nun auch Gedanken zum Jahresende von Heio. Wir planen uns in Hamburg wieder zu treffen, der Zeit nachspüren und das bis dahin entwickelte Material sichten. Wir können es kaum erwarten! Mittlerweile sind die beiden lange zurück in Deutschland und die Wirtschaftsprüfer haben in Heio’s Abteilung Einzug gehalten. Krempeln SAP um. Das Ergebnis wird in Form gebracht, die Zahlen ins beste Licht gerückt. Sie sind die wahren Stars des Geschäfts und tanzen Abends wie wild vor den Augen. Jetzt hört man immer häufiger “Wir müssen noch …”-Sätze, die letzten Verabredungen werden getroffen, wo mit wem und was, Geschenke kaufen, gaaanz viele, ja Moni, du hörst richtig, und dann noch für Sandra, Kinga, Antje, Papa, Daniel und Konsorten. Wir werden beinahe mit leeren Koffern zurückkehren! Und die Freude steigt, Hamburg!, es wird ein Wiedersehen geben, im Regen oder Wind, wie immer, die Stadt wird ihr Weihnachtskostüm tragen, es ist Festzeit, wir werden Heio’s Geburtstag nachfeiern, im Restaurant, Bars und auf dem Kiez, die Puppen tanzen lassen, dreissig ist einfach eine Zahl die es allemal wert ist, dazu wir zwei und ein Jahr China, davon reden wie toll es ist und mit Freunden die Gläser heben - das kam zuletzt zu kurz! So sieht es aus. Und wenn der Spuk vorbei ist wird Ruhe einkehren und wir zurück zu der Wiese und der einen Straße die alles bietet was wir brauchen werden, ins kleine Bad Schwalbach, zurück zur Familie, ins von weither strahlende Bauernhäusschen und es wird Weihnachten sein. Wir freuen uns auf euch und auf alle denen wir bis dahin begegnen! Alles Liebe von Viola und Heio aus dieser Metropole in Asien.

Algo

Wednesday, November 28th, 2007

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Portrait

Wednesday, November 28th, 2007

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By Antje

Photographer

Wednesday, November 28th, 2007

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Man

Wednesday, November 28th, 2007

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Bridge

Wednesday, November 28th, 2007

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View “Creek Art”

Wednesday, November 28th, 2007

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Proof

Tuesday, November 27th, 2007

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Behind the wall

Tuesday, November 27th, 2007

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Ben.

Tuesday, November 27th, 2007

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